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Sonnenanbeterin

Oh happy Day! Die Frage, warum Sonneneinstrahlung nicht nur der Seele, sondern vor allem unserem Körper Lebensenergie einhaucht, hat mich zur angeregten Recherche motiviert.

Verblüfft über die Tatsache, dass Vitamin D per se eigentlich kein Vitamin, sondern vielmehr ein Hormon ist, fasziniert mich die Materie unseres „Sonnengens“ immer schon.

Per Definition sind Vitamine lebensnotwendige Substanzen, die unser Organismus selbst nicht produzieren kann. Da Vitamin D jedoch vom Körper selbst gebildet wird, ist es primär ein Hormon (Provitamin D3), das Prävitamin D3 herstellt. Dieses gelangt in den Blutkreislauf und steuert zielsicher unsere Leber und Nieren an. Es wird dann in das allbekannte Vitamin D (Calcitriol) umgewandelt.

Gerade für unsere Kleinsten, Senioren und werdenden Mütter ist ein konstant stabiler Vitamin D Haushalt unerlässlich. Für uns Erwachsenen liegt die empfohlene Tagesdosis bei mindestens 400 IE* in den Sommermonaten, im Winter bei mindestens 2.000 IE.*

Allrounder

Es ist kein Geheimnis, dass Vitamin D für uns Menschen unerlässlich ist, gerade zum Jahreszeitenwechsel, wenn jegliches Licht unsere Breitengraden verlässt. Als fettlösliches Vitamin unterstützt es unseren Calcium- und Phosphat Stoffwechsel – also vorwiegend unsere Knochen und Muskulatur –  unsere Haut und vor allem auch unser Immunsystem. Gerade in unseren ersten, frischen Lebensjahren ist ein ausreichender Vitamin D Vorrat notwendig, um den Knochenaufbau voranzutreiben und Infektionen wie Atemwegserkrankungen gekonnt fernzuhalten.

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde eine Korrelation mit Rachitis (= Störung des Knochenstoffwechsels) und Vitamin D hergestellt, was gleichzeitig auch der Moment der Entdeckung des Vitamins war. UV Strahlung hat nachweislich also positive Einflüsse auf unsere Knochenstruktur.

Das Sonnen Einmaleins

Vitamin D ist nicht gleich Vitamin D, genauso wenig wie generelle Sonnenstrahlung die Lösung für mehr Glücksgefühle und weniger depressive Verstimmungen ist. Die größte Quelle unseres Energievitamins ist das UV-B Licht mit einem Anteil von mindestens 80% sowie bestimmte Nahrungsmittel, die jedoch nur zwischen 5% und 20% unseres gesamten Bedarfs abdecken. Zum kulinarischen Teil komme ich noch, das Beste folgt bekanntlich ja am Schluss. 😉

Es sind also die UV-B Strahlen, die für unsere Vitamin D-Biosynthese entscheidend sind. Im Gegensatz zu den UV-A Strahlen „strahlen“ sie förmlich vor Energie, mehr als ihre Mitspieler und machen in der Oberhaut Halt. UV-A Strahlen fördern das Altern unserer Haut und dringen bis in die Lederhaut vor. Solarien leben davon, wir altern und tun unserer Haut definitiv nichts Gutes.

Nun, da das nun geklärt ist, können folgende Faktoren weitere Vitaminblocker sein – kurios, aber tatsächlich wahr:

  • Sonnenstand: die Problematik des weitverbreiteten Vitamin D-Mangels im Winter tritt deshalb ein, weil der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ganztägig oftmals zu gering ist, um aktiv Vitamin D aufzunehmen. Gerade in Ländern nördlich des 51. Breitengrades (= Leipzig) ist die UV-B Strahlung zu gering. Im Gegensatz zu Ländern südlich des 31. Breitengrades (=Los Angeles, Sizilien), wo Sonnenanbeter ganzjährig zu ihrem Glück kommen, wird der Vitamin D Haushalt gedeckt.
  • Hauttyp: hellere Hauttypen können die UV-B Strahlung um einiges besser aufnehmen. Die Gefahr des Sonnenbrandes ist zwar erhöht, jedoch führt ein kürzeres Sonnentanken bereits zum Vitamin D Boost.
  • Sonnencreme: unser Schutz vor Sonnenbrand hat im Falle einer Vitamin D-Aufnahme einen klaren Nachteil. Wer mit einem Sonnenschutzfaktor von mindestens 20 eingecremt ist, wird seine Speicher nicht auffüllen können.

Achtung: das ist bitte keineswegs eine Ausrede sich nicht einzucremen und aktiv gegen UV Strahlen zu schützen. Die Dosis macht das Gift!

Tipp: Bereits eine Sonnensession von 15 Minuten tankt eure Speicher bis nahezu zum Maximum auf. Lang genug für eure Vitamin Produktion, jedoch gerade so kurz, dass der Sonnenbrand fernbleiben sollte. 🙂

Natural beauties

Kongenial wie unser Körper ist, gibt es zudem auch Nahrungsmittel, die natürliche Mengen an Vitamin D enthalten und neben ihrem geschmacklichen Genussfaktor, noch dazu für positive Furore in unserem Körper sorgen. Sie decken unseren Vitamin D Haushalt zwar nur bis zu 20% ab, sind jedoch als Ursprungsquelle nicht zu unterschätzen. Nun zu unseren Genussmitteln:

  • C wie Calcium: Milchprodukte wie Joghurt, Käse und Butter sind heiß begehrte Kandidaten für mehr Vitamin D im Körper aufgrund des Calcium Gehalts. Für Laktose intolerante Menschen, wie ich es bin, gibt es ebenso köstliche Alternativen zu Kuhmilch.
  • Eier
  • Avocados sind meine größte und wohl einzige Sucht. Sie schmecken grandios und sich auch noch bedeutende Vitamin D und Vitamin K Quellen. (200 IE pro 100g) Zudem unterstützen sie die Gesundheit unserer Haut, was wohl meinen aktuell erhöhten Avocadokonsum erklärt. 😉
  • Fetthaltige Fische wie Lachs, Thunfisch, Hering oder Forelle z.B. sind wohl unsere besten Vitamin D- Lieferanten, idealerweise fangfrisch aus dem Meer. Eine 100g Portion deckt idealerweise schon knapp die empfohlene Tagesdosis ab (400 IE)*. Die beste Vitamin D Quelle verlangt einiges an Tapferkeit ab. Ich verzichte lieber darauf und tanke lieber ein paar Sonnenstrahlen mehr als dass ich mich an Lebertran heranwage (1360 IE)*.

Bereit für das nächste Sonnentanken? 😉

Gönnt euch ein paar Minuten in der Sonne ohne Sonnencreme und tankt nicht nur Sonnenstrahlen für die tägliche Vitamin D Dosis, sondern jede Menge positive Energie für euer Seelenwohl und eine blendende Stimmung. 🙂

Sonnige Grüße,

eure Eva

 

*IE: Vitamin D wird in Internationalen Einheiten berechnet. Es gilt also Maßeinheit für medizinische Mittel, wie unter anderem Vitamin D. 1 IE Vitamin D3 ≙ 0,025 µg Vitamin D3.

Quellen: 

Bilder: entstanden durch das feine Auge von Lebensmensch Rafaela von Phoetry

Eva Kaiblinger
contact@placevaventura.com

Person und Bloggerin mit Herz und Leidenschaft für Sport & Fitness, Hunde und das Tanzen.

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