Placevaventura | Rettung in der Not
Wenn das Herz entscheidet und sich der Verstand hinten anstellt. Mit Solana beschreite ich neue gemeinsame Wege. Eine Seele, die gerettet werden konnte.
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Das Wunder von Solana

Not. Seelenretter. Herzerwärmend. Lebenstraum. Bald ist es soweit. Die Tage sind gezählt und mein Leben wird nochmals eine steile Wendung nehmen.

Nach einem Beziehungsaus, einem beruflichen Neuanfang und Wohnungsumzug kann mich so schnell eigentlich nichts mehr schocken. Aus der Bahn hat es mich auf jeden Fall nicht geworfen! Ich dachte zumindest, dass mich so schnell nichts mehr schocken konnte. Bis zu dem Moment, als ich vor beinahe zwei Wochen auf Danielle stieß. Und diese Begegnung, zum jetzigen Zeitpunkt noch virtuell, hat das Feuer ausgelöst. Meine Kraft für eine große Entscheidung: Danielle aus einem weißrussischen Tierheim vor dem Tod zu retten. Wie so vieles in meinem Leben, treffe ich auf Menschen, Situationen oder eben Tiere, die mich auf meinem Weg nicht zufällig begleiten. Oft wirkt es vorherbestimmt, wobei ich grundsätzlich nicht wirklich abergläubisch bin, sondern wohl eher fantasievoll. Aber dennoch Danielle kam ganz klar aus einem bestimmten Grund in mein Sichtfeld.

Ein Hund ist wie ein Herz auf vier Beinen. (Irisches Sprichwort)

Gemeinsam mit meiner besten Freundin kümmern wir uns mit Herzblut und Leidenschaft um den Social Media Aufritt eines relativ neuen, österreichischen Tiervereins, genannt Seelenhund. Vor zwei Wochen kam dann die große Eilmeldung. In Brest wird ein Tierheim von den Behörden geschlossen und der Plan sieht vor, alle Tiere im November erschießen zu lassen, sofern sich keine Bleibe für sie findet. Uns hat das Herz geblutet, vor allem mir. Ich war zu der Zeit gerade im sonnigen Teneriffa, auf der Terrasse meines Vaters und absolut nicht gefasst so etwas posten und lesen zu müssen.

Oft ist man verleitet, viele Dinge voll automatisch über sich ergehen zu lassen bzw. zu erledigen und nicht großartig über die Sache an sich nachzudenken. Mich haben jedoch diese Zeilen „im November getötet“, „suchen dringend Hilfe“ und „Wer will mich?“ nicht mehr losgelassen. Das war so ein Moment der instinktiven Handlung, wissend, dass es sowieso keine andere Option gibt, als zumindest eine Seele zu retten. Also habe ich mich dafür entschieden, zumindest die Pflege für einen Hund zu übernehmen, mit dem Wissen, dass der Vierbeiner in Sicherheit ist.

Als ich dann die unzähligen Bilder der bedürftigen Tiere gesehen habe, bin ich auf Danielle gestoßen und habe mich vom Fleck weg in sie verliebt. Bei Tieren ein Leichtes, bei Menschen leider nicht so oft der Fall. Aber wenn es mich flasht, dann so richtig. Und ja, was soll ich sagen. Da mir ab sofort die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung stehen und ich eine tierfanatische Familie habe, die mir unterstützend zur Seite steht, gab es nur eine Antwort: „Ja, ich will. Wie in guten, als auch in schlechten Zeiten.“

Die Anfrage für sie war groß, grundsätzlich eine wunderbare Sache, wenn so viele Menschen Herz zeigen und nicht lang darüber nachdenken, wenn es um das Wohl von Tieren geht. In meinem Fall jedoch gab es einige Momente des Zitterns und der Unsicherheit, ob ich sie denn wirklich in meine Arme schließen werde. Nach einer ursprünglich fixen Zusage eines Interessenten für sie, kam kurz vor dem Transport die Absage. Dann folgten weitere Anfragen über Facebook. Doch jemand meinte es gut mit uns, sehr gut sogar und führte uns zusammen, bis dann die fixe Zusage für mich kam. Hoch lebe die Bestimmung und der wundervolle Einsatz von Seelenhund! 🙂 Wie gesagt, ich glaube nicht an Zufälle.

Jetzt gerade verbringe ich noch sonnige, sommerliche letzte Tage in Teneriffa und zähle die Tage. Zudem durchlebe ich schon alle möglichen Szenarien mit Hund und male mir das Leben mit ihr bereits fleißig aus. Das Traumdate auf Lebenszeit steht mir also noch bevor, denn viel weiß ich gar nicht über meinen Schützling. Es wird also eine spannende Zeit, um gemeinsam als neues Team das Leben zu beschreiten und ihre Seele wieder zu heilen.

Ein Mädchen namens Danielle. So hieß sie ursprünglich. Ein Name, den ich für Menschen passend finde, aber definitiv nicht für sie. Also musste ein neuer Name her! Dabei wusste ich, dass ihr Name spanischen Einfluss haben sollte, gerade weil dieses gesamte emotionale Feuerwerk an Gefühlen und Entscheidungen auf den Kanaren stattfand. Noch eine unglaublich wertvolle und positive Erfahrung mehr, die mich mit den Inseln verbindet! Lange hat es nicht gedauert, da war mir der Name bereits klar. Mein kleiner Schützling und mein wunderschönes Mädchen bekommt den Namen „Solana“ – ein wahrer Sonnenschein eben. Der Countdown läuft und meine Vorfreude ist grenzenlos! Das Gefühl, ihr damit das Leben gerettet zu haben, erfüllt mich mit solchem Glück und der Sicherheit, genau das Richtige zu tun. Sowohl ihr als auch mir das Leben zu bescheren, dass man sich so sehr wünscht.

Beim nächsten Mal kann ich sie dann schon in meine Arme schließen und euch, meinen persönlichen Sonnenschein Solana, genauer vorstellen.

Von Glück erfüllt,

eure Eva. 🙂

Eva Kaiblinger
contact@placevaventura.com

Person und Bloggerin mit Herz und Leidenschaft für Sport & Fitness, Hunde und das Tanzen.

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