Placevaventura | Auf die Probe gestellt
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Auf die Probe gestellt

Vorfreude. Ungeduld. Innere Unruhe. Zerrissenheit. Gefühlschaos. Geduld. So würde ich meine aktuelle Gemütslage beschreiben. Gefühle und Emotionen, die mit mir gerade Achterbahn fahren.

„Eva, du musst lernen geduldig zu sein. Wenn es geschehen soll, dann passiert es. Du kannst nichts beschleunigen oder verlangsamen. Kurz: du hast keinen Einfluss.“ In diesen Momenten der Beschwichtigungen ist die Verlockung groß, lauthals aufzuschreien und in meiner direkten und ehrlichen Manier, mein Benehmen kurzzeitig zu vergessen.

„Alles wird gut, du wirst schon sehen.“ Woher bitteschön will mein Umfeld das immer so genau wissen? Können sie hellsehen? Kennen sie meinen Lebensweg und können Schritt für Schritt ansagen? Wenn dem so ist, dann gebt mir bitte das Drehbuch selbst in die Hand und lasst mich die Irrwege, die Wege der Verletzungen umgehen. Denn nicht immer führen schlechte Erfahrungen zu guten Wendungen oder neuen Erkenntnissen. Oder etwa doch?

„Geduld übt sich“, sagt man. Also ich bin damit sicher nicht gemeint, denn ich weiß gerade mal, wie man Geduld schreibt und ausspricht. Wenn ich es für notwendig empfinde sogar in Spanisch und Italienisch. Und inwiefern bringt mich Geduld weiter? Die Unruhe steigt in beinahe unerträgliche Ausmaße, geht nach einer schier ewigen Zeit über in Zerrissenheit und endet im absoluten Gefühlschaos. Und wofür? Dass ich am Ende sagen kann ich bin geduldig? Ich verzichte gerne auf eine Tugend. Eine Tugend, die sich in manchen Momenten meines Lebens bereits ausgezahlt hat, aber bis zu meinem heutigen Lebenstag nicht überzeugend genug ist, um mich vor diesem Text zu bewahren und Geduld deshalb von Zeit zu Zeit infrage zu stellen.

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Ich weiß, ich bin mit meiner Ansicht womöglich eine von wenigen. Ich sehe mich selbst jedoch nicht als ungeduldigen Menschen, mehr als eine Person mit einem Brennen, Momente zeitnah erfahren zu müssen oder Dinge von unschätzbarem Wert schnell bei mir zu haben. Ist es verkehrt, seine Leidenschaft und Vorfreude auf etwas nicht zügeln zu können? Wenn mein inneres Feuer entbrannt ist, dann geht es schnell auf das umliegende Land über. Mein Naturell widerspricht sich also in einer Weise der Geduld, um es ganz übertrieben auszudrücken.

Ich sage nicht, dass es optimal ist. Es gibt Situationen im Leben, da sollte man sich sehr wohl bewusst zurückhalten. Klassisches Beispiel: man trifft auf neue Leute. Ob Frau oder Mann, potentielle neue, gute Freundin oder möglicher neuer Partner. Ganz gleich. In Sachen zwischenmenschlichen Austausches muss ich ehrlicherweise zugeben, dass Geduld und Zurückhaltung sich hier oft als Rettung erweisen. Prinzipiell neige ich sehr leicht dazu, schnell viel über mein Leben preiszugeben. Positive Erfahrungen oder negative Erlebnisse – ein Überschuss an Vertrauen ist das Ergebnis, das glücklicherweise die Mehrheit nicht gegen einen selbst verwendet, aber es doch schon auch vorkommt. Es entstehen Verletzungen, Enttäuschungen und es bleibt die Frage zurück: „Warum?“

Weil könnte hier für viele Gründe stehen. In meinem Fall führt die Antwort immer wieder auf eines zurück: „Weil ich nicht geduldig war und abgewartet habe.“

Geduld ist definitiv nicht meine Stärke und spielt in meinem Leben eine aktive Hauptrolle. Ob es sich auf den zwischenmenschlichen Aspekt bezieht, den Sport oder alltägliche Dinge. Es stellt mich laufend auf die Probe und verlangt viel von mir ab. Im Sport bin ich bereits auf einem besseren Weg als im Alltag, wobei es in der Weise immer Bedarf nach oben gibt. Tja, Menschen mit Feuer und Ambitionen werden angetrieben und stehen selten still. Ob das gut oder schlecht ist? Ich finde es in geduldiger Manier heraus.

In welcher Beziehung steht ihr zur Geduld? Tugend oder Laster?

Ich freue mich über eure Sichtweise und verbleibe in der Zwischenzeit geduldig am Schreiben! 😉

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Eva Kaiblinger
contact@placevaventura.com

Person und Bloggerin mit Herz und Leidenschaft für Sport & Fitness, Hunde und das Tanzen.

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